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Anwendungen

Medizintechnik

Vielfältige Lösungen für Klinik und Praxis: Von Notfallmedizin über pränatale Diagnostik bis zu Beatmung, Anästhesie, Chirurgie und Patientenmonitoring – 
wir liefern Komponenten für eine sichere und effiziente Versorgung.

  • EKG Systeme
  • SpO2 -Überwachung
  • Steckersystem, inkl. Stecksystem für Defibrillation

  • TOCO- und Ultraschall Transducer für die Kardiotokographie (CTG): Überwachung der fetalen Herzfrequenz und der Wehentätigkeit während der Schwangerschaft und Geburt.

  • Patientenmonitoring - Überwachung der Vitalparameter, EKG
  • Handhelds für mobile Überwachungstechnik
  • Drug Delivery Systeme

  • Flowmessung
  • SpO2-Überwachung

  • Flowmessung, Entropie-Zubehör
  • SpO2-Überwachung

  • HF-Chirurgie (Handgriffe, Kabel und Stecker für Pinzetten)
  • MIS (Insufflation)

  • EKG/-EEG Patientenkabel
  • SpO2- Blutgasmessung

beispielbilder

Medizinische
Zuverlässigkeit

Mit zertifizierten Prozessen, jahrzehntelanger Erfahrung und tiefem Know-how entwickeln wir Lösungen, die selbst in anspruchsvollen klinischen Situationen zuverlässig funktionieren.

Pharma

Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir intelligente Applikationssysteme, die eine präzise und kontrollierte Wirkstofffreisetzung ermöglichen – individuell abgestimmt auf die Bedürfnisse einer breiten Patientenpopulation von der Pädiatrie bis zur Geriatrie. Unser Ziel: eine sichere, wirksame und personalisierte Therapie.

Diagnostik

Für konsistente, zuverlässige und reproduzierbare Ergebnisse braucht es einen Partner mit Erfahrung, Präzision und Weitblick. Wir begleiten Sie bei der Umsetzung und Industrialisierung Ihrer Produktideen – und finden gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Point-of-Care-Diagnostik.


Beispielprojekte Medizintechnik

Case Medizintechnik

Entwicklung eines abgewinkelten Stecksystems für die Notfallmedizin

Vielfältige Lösungen für Klinik und Praxis: Von Notfallmedizin über pränatale Diagnostik bis zu Beatmung, Anästhesie, Chirurgie und Patientenmonitoring – 
wir liefern Komponenten für eine sichere und effiziente Versorgung.

Entwicklung eines abgewinkelten Stecksystems auf Basis des mini7 und mini12 Stecksystems für die konkreten Anforderungen: staub- und spritzwassergeschützt bis IP64. Der zu verwendende Stecker sollte nach Möglichkeit einen Kabeldurchmesser von ca. 3 mm bis 6 mm abdecken können und bezüglich der Kabelaustritte variabel gestaltet sein. Ein weiteres wesentliches Kriterium für den abgewinkelten Stecker war Robustheit – um die Bedingungen im Rettungswesen zu erfüllen.

 

Der bisherige Zulieferer der geraden Stecksysteme hielt den gewünschten 90°-Winkel für nicht umsetzbar; zudem sagte er die Lieferung erster Prototypen erst für ca. 12 Monate zu, womit sich die weitere Produktentwicklung des Kunden erheblich zu verzögern drohte. So kam NICOLAY dank seiner Spezialisierung auf Kabel- und Steckverbindersysteme zur nichtinvasiven Patientenüberwachung ins Spiel und konnte Demomuster für Funktionstests bereits kurz nach der ersten Besprechung liefern. Wenig später lag ein gemeinsam abgestimmtes Konzept vor. Zentrale Herausforderungen waren der sehr knappe Zeitraum und die Konstruktion eines 90°-Steckers, der kompakt abgewinkelt ist und gleichzeitig die Robustheit für Rettungseinsätze mitbringt. Weitere Anforderungen waren die Einsetzbarkeit des Steckers für verschiedene Kabeldurchmesser und die Beachtung der geforderten IP-Schutzklasse.

  • Gewinkelte, individuell kodierte Stecker:

    Die erfolgreiche Fertigung eines kompakt abgewinkelten und dennoch robusten Steckers beruht auf der Gestaltung des Spritzgusswerkzeugs für die Weichkomponente, weil unter anderem das Füllverhalten und die Druckverteilung darin stimmen müssen. Da Varianten mit unterschiedlichen Durchmessern am Kabelaustritt gefragt waren, basieren die fertigen 90°-Stecker auf mini7 und mini12, einem Stecksystem, das NICOLAY speziell für medizinische Anwendungen entwickelt hat. Die reduzierte Größe folgt dem Trend zu stetig kleiner werdenden Geräten. Die Steckverbindungen für das abgewinkelte Stecksystem sind individuell kodiert – nicht nur farblich; vielmehr wurden sie so gestaltet, dass sich jeweils nur die passenden Stecker und Dosen verbinden lassen. Ein klarer Sicherheitsvorteil.

     
  • IPX-Schutzklasse weist hohe Dichtigkeit nach:

    Das abgewinkelte Stecksystem verfügt über die IPX-Schutzklassen IP64 und IP67, ist also staubdicht, sowie gegen allseitiges Spritzwasser und zeitweiliges Untertauchen geschützt. Diese hohen Schutzklassen qualifizieren es für den Einsatz im Rettungsdienst. Damit lassen sich die Stecksysteme feucht reinigen oder desinfizieren, was im klinischen und außerklinischen Alltag für hohe Sicherheit sorgt. Konstruktiver Hintergrund: Auf der Steckerseite wurde gänzlich auf bewegliche Teile verzichtet, wodurch die Stecksysteme besser gegen Keime geschützt sind. Das Gewinde, mit dem das Stecksystem im Frontpanel angebracht und dicht verschraubt ist, verfügt über einen harten Frontring. Dieser ist mit einer weichen, als Lippe gestalteten TPE-Komponente umspritzt. Stoffschlüssig verbunden, dichtet sie zuverlässig nach innen ab.

     
  • Verzicht auf Locking-Mechanismus bringt mehr Anwendungssicherheit:

    Weil jeder Verriegelungsmechanismus Flüssigkeiten einen Weg ins Innere des Systems öffnen kann, hat NICOLAY vollständig darauf verzichtet. Vielmehr wurden die Stecksysteme so gestaltet, dass sie durch eine exakt definierte Steck- und Ziehkraft ver- und entriegeln. Der Anwender bemerkt beim Überwinden eines bestimmten Widerstands, dass der Stecker automatisch und sicher in der Dose arretiert ist. Abgesehen von der verbesserten Dichtigkeit bewährt sich dieser Mechanismus im Alltag: Ab einer gewissen Ziehkraft löst sich der Stecker von selbst und verhindert, dass das Kabel durch starkes Ziehen Schaden nimmt – oder im schlimmsten Fall das ganze Gerät auf den Boden gerissen wird.

Dank des abgewinkelten Steckers kann das Gerät „schlank“ gehalten werden; die reduzierte Breite verbessert speziell im Rettungswesen den Einsatz in engen Treppenhäusern. Zudem verringert sich bei einem kompakteren Gerät das Risiko, mit den Steckern und Kabeln unterwegs hängenzubleiben. Die individuellen Steckercodierungen schließlich verhindern das Risiko einer fehlerhaften Steckung im Gerät. Eine zusätzliche Farbcodierung spart zudem Zeit, was im Notfalleinsatz lebensrettend sein kann.


Case Medizintechnik

Patientennahe Flow-Sensorik für innovative Beatmungsgeräte

Speziell für die proximale Platzierung im Beatmungs-System hat NICOLAY eine neue Sensor-Kabel-Kombination entwickelt, die hochpräzise Messungen mit einem einfachen und sicheren Handling vereint. 

Eine Herausforderung für Hersteller moderner Beatmungsgeräte ist es, die Atemgas-Flussrate sowie das inspiratorische und exspiratorische Volumen möglichst präzise zu messen. Nur auf dieser Basis lässt sich patientenorientiert beatmen und Nebenwirkungen ungeeigneter Beatmungseinstellungen vermeiden. Klassischerweise sitzen die Sensoren für diese Messungen im Gerät – und damit weit vom Patienten entfernt. Das bringt Ungenauigkeiten, etwa wenn zwischen Sensor und Patient unterschiedlichste Schläuche, Befeuchtungsgeräte, Filter und Adapterstücke zum Einsatz kommen. Zudem bringt jede Schnittstelle die Gefahr von Leckagen mit sich. 

Patientennahe Messungen eliminieren viele dieser Probleme, die zu Ungenauigkeiten führen. Geräte-Toträume – also Volumina, die nicht zur Beatmung beitragen – und Leckagen sorgen dann als unbekannte Größen dafür, dass die gemessenen Flussraten von den tatsächlich beatmeten Werten abweichen, zum Teil ganz erheblich. Doch nur anhand exakter Werte lässt sich patientengerecht beatmen und individuelle pathophysiologische Veränderungen laufend berücksichtigen, was nur proximal ermittelt werden kann.


Case Medizintechnik

Entwicklung einer Doppelweiche und Integration des bestehenden NICOLAY Flowsensor Steckers

Für Neonaten wurde zusätzlich eine Doppelweiche entwickelt, die in den bestehenden NICOLAY Flowsensor Stecker integriert wurde.

Viele Neonaten benötigen nach der Geburt zunächst respiratorische Unterstützung. Heute wird vorwiegend eine CPAP-Atmung (continuous positive airway pressure) angewandt (nicht-invasiv via Maske oder Prongs). Bei dieser Beatmungsform ist eine zuverlässige Bewertung des Atemzug-Volumens wegen möglicher Leckagen der Maske und Toträumen nicht möglich. Mithilfe der Doppelweiche kommen zwei in das Beatmungsschlauchsystem integrierte Flow-Sensoren parallel zum Einsatz und so können totraum-korrigierte und leckagen-unabhängige Messwerte ermittelt werden.

Fragen? Wir sind
gerne für Sie da!