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Unsere Leistungen in der Produktentwicklung

Unsere erfahrenen Ingenieure setzen auf modernste CAD-Technologien, um individuelle medizintechnische Komponenten passgenau nach Kundenanforderung zu entwerfen. Mechanische Konstruktion, Werkzeugdesign und technische Dokumentation gehen dabei Hand in Hand, damit aus einer Idee exakt das benötigte Produkt wird. Ein Team von Spezialisten übersetzt Anforderungen und Spezifikationen in präzise 3D-/2D-Modelle und entwickelt ein fertigungsgerechtes Design. Dank unserer jahrzehntelangen Erfahrung verfügen wir über breite Technologie-Kompetenz, etwa in Sensorik, Kabeltechnik, Kunststoffspritzguss, Stanz- und Montagetechnik. Dieses Know-how stellt sicher, dass jedes Komponenten-Design höchste Qualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit für die spätere Patientenanwendung bietet.

Eine enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden steht im Mittelpunkt jedes Entwicklungsprojekts. Wir können flexibel in jedem Entwicklungsstadium in ein Projekt einsteigen – von der ersten Idee über Design und Prototyping bis zur Serienreife. Sie bestimmen, wie intensiv unsere Unterstützung für Sie ausfallen soll. Jeder Kunde erhält einen persönlichen NICOLAY-Projektmanager als Ansprechpartner, der das Projekt durch alle Phasen steuert und für klare Kommunikation sorgt. Unser strukturiertes Stage-Gate-Prozessmodell mit definierten Phasen (Anforderungsanalyse, Design, Industrialisierung, Design-Verifizierung und Prozessvalidierung) bildet den Rahmen für jedes Projekt. In jeder Phase gibt es Meilensteine und Abstimmungspunkte (Gates), an denen wir gemeinsam mit Ihnen den Projektfortschritt überprüfen und Entscheidungen treffen. Durch diese kollaborative Entwicklungsweise mit kontinuierlichem Feedback stellen wir sicher, dass das Projekt von der frühen Konzeptfindung bis zur finalen Produktreife optimal gesteuert wird – zielgerichtet, transparent und erfolgreich.

Eine solide Produktspezifikation ist das Fundament jeder erfolgreichen Entwicklung. Wir unterstützen Sie dabei, aus ersten Ideen klare technische Anforderungen zu formulieren. In der Anforderungs- und Spezifikationsphase erfassen wir alle relevanten Aspekte: gewünschte Produktfunktionen, Leistungsdaten, Einsatzbedingungen sowie regulatorische Vorgaben. Durch unsere Erfahrung berücksichtigen wir von Anfang an alle wichtigen Faktoren der ISO 13485, dem internationalen Qualitätsstandard für Medizinprodukte. So entstehen vollständige Lasten- und Pflichtenhefte, die als gemeinsamer Fahrplan dienen und Missverständnisse vermeiden. Eine gründliche Spezifikationserarbeitung spart Zeit und Kosten, da sie Änderungsbedarf frühzeitig aufdeckt und die Grundlage für Design, Verifizierung und Zulassung schafft. Wir legen Wert darauf, dass Ihre Anforderungen nicht nur verstanden, sondern in umsetzbare technische Vorgaben überführt werden – für ein Produktdesign, das auf Anhieb die Erwartungen erfüllt.

Bereits im Entwicklungsprozess achten wir gezielt auf die Herstellbarkeit Ihres Produkts. Unter Design for Manufacturing (DfM, dt. produktionsgerechtes Gestalten) versteht man das Optimieren des Designs einzelner Teile, Komponenten oder des gesamten Produkts, um die Fertigung so einfach und kostengünstig wie möglich zu machen. Unsere Entwicklungsteams führen deshalb frühzeitig DfM-Analysen durch, um mögliche Fertigungsprobleme zu erkennen und zu beheben, noch bevor ein Produkt in Produktion geht. Dabei werden stabile und technologisch machbare Prozesse angestrebt, die eine zuverlässige Serienproduktion sicherstellen. Aspekte wie Materialauswahl, Teilegeometrie und Montageabläufe werden im Design berücksichtigt, um Nacharbeiten oder unnötige Komplexität zu vermeiden. Weil Herstellbarkeit und Qualität von Beginn an integraler Bestandteil unseres Entwicklungsansatzes sind, lassen sich Produkte schneller in die Produktion überführen – mit robusten Prozessen, hoher Ausbeute und geringer Fehlerquote. Das Resultat: Ein durchdachtes Design, das nicht nur auf dem Papier funktioniert, sondern auch in der Fertigung reibungslos und effizient umgesetzt werden kann.

Neben der technischen Performance haben wir stets die Wirtschaftlichkeit Ihrer Lösung im Blick. Design to cost bedeutet, ein Produkt so zu entwickeln, dass alle Zielkosten eingehalten werden, ohne die Qualität zu kompromittieren. Unser erklärtes Ziel ist es, gemeinsam mit dem Kunden die optimale Produktlösung zu definieren, die sowohl alle technischen Anforderungen erfüllt als auch die geplante Kostenstruktur einhält. Schon in der Konzeptphase analysieren wir Kostentreiber – etwa Materialwahl, Fertigungsschritte oder Zulieferteile – und suchen nach Einsparpotenzialen. Durch kluge Konstruktionsentscheidungen (z.B. Standardisierung von Bauteilen, Vereinfachung von Baugruppen oder Auswahl kosteneffizienter Fertigungsverfahren) optimieren wir das Design monetär, ohne die Funktionalität zu beeinträchtigen. Dieser Design-to-Cost-Ansatz zahlt sich besonders in der Serienfertigung aus: Niedrigere Herstellkosten bedeuten Wettbewerbsvorteile für unsere Kunden. Letztlich liefern wir Lösungen, die qualitativ hochwertig und zugleich wirtschaftlich sind – damit Ihre Innovation nicht nur technisch, sondern auch kommerziell ein Erfolg wird.

Wenn vorhandene Produkte oder Baugruppen als Ausgangspunkt dienen sollen, greifen wir auf Reverse Engineering zurück. Dabei wird ein bestehendes Gerät oder Bauteil analysiert und in seine Konstruktionsmerkmale zerlegt, um Design- und Funktionsprinzipien zu verstehen und digital zu rekonstruieren. Reverse Engineering – also das Extrahieren von Informationen aus bestehenden Objekten oder Systemen – hat sich in der Produktentwicklung bewährt. NICOLAY nutzt modernste Tools wie 3D-Scan und CAD-Modellierung, um aus physischen Mustern exakte virtuelle Modelle abzuleiten. So können wir beispielsweise ein bewährtes Produkt eines Kunden neu aufrollen, optimieren oder an geänderte Anforderungen anpassen, selbst wenn originale Zeichnungen oder Dateien fehlen. Das Verfahren kommt auch zum Einsatz, um kompatible Ersatzteile für ältere Geräte zu entwickeln oder Wettbewerbsprodukte zu untersuchen – stets im Rahmen erlaubter Methoden. Durch Reverse Engineering gewinnen wir wertvolle Erkenntnisse, die in eine verbesserte Neukonstruktion münden. Unsere Kunden profitieren von kürzeren Entwicklungszeiten, weil vorhandenes Know-how nicht von Grund auf neu entwickelt werden muss, sondern effizient in innovative Lösungen überführt wird.

Bevor ein Projekt in die volle Entwicklung geht, führen wir gründliche Machbarkeitsstudien durch. In diesen technischen Machbarkeitsanalysen prüfen wir, ob und wie sich eine Produktidee unter gegebenen Anforderungen umsetzen lässt. Wir bewerten verschiedene Konzepte hinsichtlich technischer Realisierbarkeit, identifizieren potenzielle Herausforderungen und schlagen Lösungswege vor. Dazu zählen z.B. erste Versuchsanordnungen oder Prototypen, mit denen wir Schlüsseltechnologien und -funktionen im kleinen Maßstab validieren. Auch eine wirtschaftliche Betrachtung fließt ein: Wir schätzen ab, ob benötigte Materialien, Fertigungsprozesse und Entwicklungsaufwände im Rahmen des Budgets liegen. Durch diese Vorstudien lassen sich Risiken früh erkennen – etwa technologische Hürden oder hohe Kostenfaktoren – und fundierte Entscheidungen über die Projektfortführung treffen. Unsere Machbarkeitsstudien liefern Ihnen klare Antworten darauf, ob Ihre Idee praktisch umsetzbar ist und unter welchen Bedingungen. Damit schaffen wir Transparenz und Sicherheit in der frühen Projektphase und legen den Grundstein für eine zielgerichtete Entwicklung.

Um die Funktionalität und Zuverlässigkeit eines Designs schon vor der Fertigung abzusichern, setzen wir auf umfangreiche Simulationen. Mittels moderner CAE-Tools (Computer Aided Engineering) können wir Produktfunktionen virtuell nachbilden und testen. Beispielsweise führen wir Finite-Elemente-Analysen (FEA) durch, um mechanische Belastungen und Materialspannungen zu berechnen und auf das Produktverhalten im jeweiligen Anwendungsfall zu prognostizieren. Für Kunststoffteile kommt etwa eine Füllsimulation zum Einsatz, die schon im Vorfeld zeigt, wie das Spritzgussmaterial im Werkzeug fließt und wo eventuell Geometrie-Verzug droht. Diese virtuellen Tests erlauben es uns, das Design iterativ zu optimieren, ohne für jede Änderung sofort reale Prototypen bauen zu müssen. Insgesamt verkürzen Simulationen die Entwicklungszeit und erhöhen die Qualität: Probleme werden früh aufgedeckt und behoben, die Produktleistung wird vorhersehbar und die Zuverlässigkeit unter realen Bedingungen wird bereits am digitalen Modell validiert.

Eine lückenlose technische Dokumentation ist im Medizinprodukte-Umfeld unabdingbar. Wir erstellen für jedes Entwicklungsprojekt eine vollständige Design History File (DHF) – die Entwicklungsakte, in der alle unsere Schritte der Produktentwicklung festgehalten werden – sowie den Device Master Record (DMR) – die Herstellakte mit sämtlichen Vorgaben für die Produktion. Diese Dokumente sorgen dafür, dass vom ersten Entwurf bis zur Serienfertigung jeder Schritt nachvollziehbar dokumentiert ist. Dazu gehören z.B. Entwicklungspläne, Zeichnungen, Stücklisten, Prüfspezifikationen, Validierungsberichte und Benutzerinformationen. Durch ein sauberes DHF stellen wir sicher, dass sich jederzeit nachverfolgen lässt, wie das Design entstanden ist und dass es den zugrundeliegenden Anforderungen entspricht. Im DMR halten wir detailliert fest, wie das Produkt gefertigt, geprüft, verpackt und gelagert werden muss – diese Vorgaben gewährleisten eine konsistente Produktionsqualität. Beide Akten werden sorgfältig versioniert und gepflegt, damit sie stets aktuell sind. Die Dokumentation entspricht den Kriterien der ISO 13485 und trägt nicht nur zur Qualitätssicherung bei, sondern ist auch die Voraussetzung für Zulassungen und Audits. Mit NICOLAY als Partner können Sie sicher sein, dass Ihre Projektdokumentation den höchsten Standards genügt und DHF/DMR alle Inhalte umfassen, die zu Projektbeginn gemeinsam festgelegt wurden.

Als Entwicklungspartner in der Medizintechnik stellen wir sicher, dass Ihre Produkte alle aktuellen regulatorischen Anforderungen erfüllen. Unsere Prozesse sind nach DIN EN ISO 13485 zertifiziert, dem weltweit anerkannten Qualitätsmanagementsystem für Medizinprodukte – dies bildet die Basis für normgerechte Entwicklung und Produktion. Bereits in der Entwicklungsphase berücksichtigen wir die Vorgaben der EU Medical Device Regulation (MDR) sowie relevante harmonisierte Normen (z.B. ISO 14971 für Risikomanagement). Wir wissen: Die MDR verlangt eine umfassende technische Dokumentation und strikte Nachweise für Sicherheit und Leistung. Deshalb integrieren wir die Konformitätsanforderungen von Anfang an in jedes Projekt. Für den internationalen Markt beachten wir zudem die Richtlinien der US-amerikanischen FDA. Unsere Entwicklungsakten (DHF) und Qualitätsprozesse sind so gestaltet, dass sie den Kriterien der FDA (21 CFR Part 820, Quality System Regulation) entsprechen – darunter Design Controls, Validierungen und lückenlose Rückverfolgbarkeit. Dank dieser Regelkonformität können unsere Kunden ihre Produkte sowohl in Europa als auch in den USA in Verkehr bringen, ohne spätere Verzögerungen durch regulatorische Hürden befürchten zu müssen. NICOLAY begleitet Ihr Projekt flexibel und regelkonform.

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